Häufig gestellte Fragen
Allgemeine Fragen
Ja, Samedis.care ermöglicht dir und deiner Einrichtung, alle erforderlichen Vorgaben der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) zu erfüllen. Wir bieten dir eine umfassende Lösung, mit der du die gesetzlichen Anforderungen bezüglich des Betriebs, der Anwendung und der Instandhaltung von Medizinprodukten rechtssicher erfüllst.
Mit Samedis.care kannst du in deiner Einrichtung:
- Die Einweisung in die ordnungsgemäße Handhabung von Medizinprodukten dokumentieren.
- Einen Beauftragten für Medizinproduktesicherheit benennen und seine Funktionen gemäß den gesetzlichen Anforderungen ausführen.
- Regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen planen und durchführen, um den sicheren und ordnungsgemäßen Betrieb der Medizinprodukte zu gewährleisten.
- Ein Bestandsverzeichnis aller Medizinprodukte führen und wichtige Informationen wie Bezeichnung, Seriennummer und Verantwortliche dokumentieren.
- Die Aufbereitung von Medizinprodukten unter Berücksichtigung der Herstellerangaben durchführen und den Erfolg dieser Verfahren nachvollziehbar gewährleisten.
- Messtechnische und sicherheitstechnische Kontrollen gemäß den Vorschriften der MPBetreibV planen und durchführen.
- Ein umfassendes Medizinproduktebuch führen, das alle relevanten Informationen zu den Medizinprodukten enthält und während der Arbeitszeit zugänglich ist.
Alle Daten deiner Einrichtung werden verschlüsselt in zertifizierten und hochmodernen Rechenzentren in Deutschland gespeichert.
Nur du und die Personen die du aktiv dazu berechtigst haben Zugriff auf deine Daten.
Darüber hinaus sind wir ISO 27001 zertifiziert, was bedeutet, dass wir neben der DSGVO weitere strenge Sicherheitsstandards und -prozesse erfüllen.
Weitere Informationen über Sicherheit und Vertraulichkeit deiner Daten.
Samedis Care ist für die Einrichtung — My Samedis Care ist Ihr persönlicher digitaler Gerätepass.
In Samedis Care verwalten MP-Beauftragte Inventare, Einweisungen und Instandhaltung für die gesamte Einrichtung. My Samedis Care ist Ihr persönlicher Bereich: Dort sehen Sie Ihre genutzten Geräte, Ihren Einweisungsstatus und Ihre komplette Einweisungshistorie — einrichtungsübergreifend. Jeder, der ein Login hat, bekommt automatisch einen My Samedis Care Account. Bei einem Arbeitgeberwechsel nehmen Sie Ihren digitalen Gerätepass einfach mit.
my.samedis.care ist die kostenlose Plattform für alle Anwender:innen von medizintechnischen Geräten.
Spare Zeit und verbinde dich mit deiner Gesundheitseinrichtung dank einer einfach zu bedienenden, mobilen und Desktop-App, die für deine professionelle Arbeit bestimmt ist. Pflege deinen digitalen Gerätepass und teile deine Einweisungen mit deinen Gesundheitseinrichtungen, unabhängig davon, ob du an deinem Schreibtisch sitzt oder unterwegs bist. my.samedis.care vereinfacht deinen Alltag, indem es dir Zugang zu den für dich relevanten und aktuellen Gebrauchsanweisung, Anwendungshinweisen und Sicherheitsinformationen verschafft.
Welche Funktionen gibt es in my.samedis.care?
- Digitaler Gerätepass: Sichere dir deine Nachweise arbeitgeberunabhängig. Jede Geräteschulung ist direkt in deinem persönlichen Account dokumentiert.
- Einfaches Teilen von Einweisungen: Reduziere die Anzahl an doppelten Einweisungen indem du deine bereits erhaltenen Einweisungen direkt mit deiner verbundenen Gesundheitseinrichtung teilst.
- Sprach- & Videosupport zu Geräten: Erstelle per Text-, Sprach-, Bild- oder Videonachricht eine Anfrage zu einem Gerät innerhalb deiner Einrichtung und erreiche automatisiert immer die richtigen Ansprechpartner:innen.
- Zugriff auf Geräteinformationen: Habe jederzeit Zugriff auf die für dich relevanten und aktuellen Gebrauchsanweisung, Anwendungshinweisen und Sicherheitsinformationen.
Nein. Samedis Care ist eine reine Web-Anwendung — Sie brauchen nur einen Browser.
Auf Android nutzen Sie Chrome, auf dem iPhone Safari. Es werden keine Daten lokal auf Ihrem Gerät gespeichert. Auch Fotos oder Videos, die Sie z.B. bei einer Störmeldung aufnehmen, landen direkt verschlüsselt auf dem Server — nicht in Ihrer Fotogalerie. Die einzige App, die optional installiert werden kann, ist die QR-Code-Druck-App für Label-Drucker (Brother P-touch oder Epson Labelworks).
Aus technischer Sicht ja — Sie nutzen nur den verschlüsselten Webbrowser.
Da keine Daten lokal gespeichert werden und alles in einer verschlüsselten Verbindung läuft, ist die Nutzung mit privaten Endgeräten (Bring Your Own Device) aus Samedis-Sicht unproblematisch. Ob Ihr Haus das organisatorisch erlaubt, klären Sie bitte intern mit Ihrem Datenschutzbeauftragten bzw. Ihrer IT-Abteilung.
Ja — Samedis Care ist aktuell in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Russisch verfügbar.
Die Sprache können Sie in Ihren Kontoeinstellungen umstellen. Weitere Sprachen werden zukünftig ergänzt.
Die Glocke zeigt Ihnen neue Benachrichtigungen an — z.B. ausstehende Genehmigungen oder System-Updates.
Wenn eine Zahl angezeigt wird, haben Sie ungelesene Nachrichten. Klicken Sie darauf, um die Details zu sehen. Wenn Sie eine Benachrichtigung nicht innerhalb weniger Minuten lesen, erhalten Sie zusätzlich eine E-Mail, damit nichts verloren geht. Update-Ankündigungen werden ebenfalls über die Glocke verteilt, aber nicht zusätzlich per E-Mail.
Der Applikationsbetreuer ist Ihre interne Ansprechperson für Zugriffsrechte und Konfiguration.
Samedis Care hat keinen Zugriff auf Ihre Einrichtungsdaten, es sei denn, wir werden explizit eingeladen. Für Berechtigungsänderungen, Mitarbeiteranlage oder Konfigurationsfragen wenden Sie sich an Ihren Applikationsbetreuer. Tipp: Legen Sie die Position „Applikationsbetreuer" unter Einrichtung > Positionen an und ordnen Sie die Person zu — dann ist sie für alle im Verzeichnis sichtbar.
Ja — Sie können ihm einen Benutzerzugang geben, und er kann dann auf Ihren Gerätebestand zugreifen.
Der Dienstleister kann dann Prüfprotokolle hinterlegen, Reparaturen dokumentieren und Maßnahmen bearbeiten — direkt im System. Alternativ können Sie ihm über das Anfragen-System Störmeldungen mit Fotos und Videos senden, die er per E-Mail erhält.
Ja — Return = Ja/Bestätigen, Escape = Nein/Abbrechen.
Das gilt für alle Bestätigungsdialoge in Samedis Care. Besonders nützlich, wenn Sie mehrere Einträge hintereinander entfernen möchten: Klicken Sie auf X, drücken Sie Return — viel schneller als jedes Mal mit der Maus auf „Ja" zu fahren.
Fragen zum Konto & Zugang
Sie können sich über den Browser an Samedis Care anmelden — keine App-Installation nötig.
Öffnen Sie app.samedis.care im Browser oder klicken Sie auf der Webseite auf „Login". Sie können sich mit E-Mail-Adresse und Passwort anmelden oder alternativ über Microsoft 365 bzw. Google Single Sign-On. Samedis Care funktioniert auf jedem Gerät mit Internetverbindung — Smartphone, Tablet oder Desktop-PC. Die Oberfläche passt sich automatisch an die jeweilige Bildschirmgröße an.
Um my.samedis.care zu verwenden, öffne einfach die Webseite https://my.samedis.care auf deinem Smartphone, Tablet oder Desktop-PC. Registriere dich mit Hilfe deiner E-Mail Adresse und erstelle dir ein kostenloses Konto.
Wenn du Samedis.care bereits in deiner Einrichtung verwendest, kannst du dich mit dem gleichen Benutzerkonto bei my.samedis.care anmelden und brauchst dich nicht neu registrieren. Umgekehrt kannst Du natürlich mit Deinem Konto, dass Du für my.samedis.care benutzt auch in Einrichtungen in app.samedis.care anmelden, wenn Du dort weitere Aufgaben (zum Beispiel als MP Beauftragte(r)) wahrnimmst.
Nein. Sie können Ihr Passwort selbst zurücksetzen.
Klicken Sie auf der Anmeldeseite auf „Passwort vergessen" und folgen Sie den Anweisungen per E-Mail. Samedis Care ist ein externer Cloud-Dienst — Ihre interne IT ist dafür nicht zuständig. Optional können Sie in den Kontoeinstellungen eine Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse hinterlegen (z.B. Ihre private Adresse), um auch nach einem Arbeitgeberwechsel auf Ihr Konto zugreifen zu können.
Sie können Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren.
In den Kontoeinstellungen können Sie eine Authenticator-App (z.B. Google Authenticator) einrichten. Dann benötigen Sie neben Ihrem Passwort einen 6-stelligen Code, der alle 60 Sekunden neu generiert wird. Das ist optional, aber empfehlenswert.
Ihr Konto wird aus Sicherheitsgründen gesperrt — Sie können es per E-Mail sofort entsperren.
Sie erhalten automatisch eine E-Mail mit einem Link zur Entsperrung. Wenn Sie die Sperrung nicht selbst verursacht haben (z.B. durch versehentliches Drücken der Feststelltaste), informieren Sie bitte Ihre IT oder Samedis, damit wir prüfen können, woher die Login-Versuche kamen.
Ja — mit einem einzigen Login können Sie auf alle Einrichtungen zugreifen, in denen Sie berechtigt sind.
Oben in der Navigation können Sie zwischen Ihren Mandanten (Einrichtungen) wechseln. Das ist besonders praktisch, wenn Sie an mehreren Standorten tätig sind. Ihre Einweisungen können Sie sogar über My Samedis Care zwischen Einrichtungen teilen.
Fragen zu Geräten
Gehen Sie auf Gerätedaten > Neu und folgen Sie dem Assistenten.
Im ersten Schritt suchen Sie den Gerätetyp im Katalog. Wenn Sie ihn finden, wählen Sie ihn aus. Wenn nicht, klicken Sie auf „Weiter ohne Gerätetyp" — unser Content-Team legt den Katalogeintrag dann im Hintergrund für Sie an. Pflichtfelder sind: Inventarnummer, Seriennummer, Baujahr und Gerätestandort. Wichtig: Fotografieren Sie immer das Typenschild und laden Sie es hoch — daraus können wir den Katalogeintrag zuverlässig erstellen.
Ein Inventar ist das einzelne physische Gerät — der Gerätetyp ist die Produktkategorie im Katalog.
Wenn Sie z.B. drei identische Infusionspumpen haben, sind das drei Inventare, aber ein Gerätetyp. Einweisungen werden auf Gerätetyp-Ebene dokumentiert: Wer auf den Typ eingewiesen ist, ist für alle Inventare dieses Typs eingewiesen.
Ja — über eigene Gerätetypen.
Unter Einrichtung > Eigene Gerätetypen können Sie beliebige Produkte anlegen (z.B. Computer, Drucker, Displays). Diese erscheinen in Ihrem lokalen Katalog und können wie Medizinprodukte inventarisiert werden. Wichtig: Setzen Sie bei diesen Geräten unter Erweitert den Haken „Kein medizintechnisches Gerät", damit sie nicht im offiziellen Bestandsverzeichnis auftauchen.
Ein zentraler Katalog aller Medizinprodukte, den Samedis Care für alle Einrichtungen pflegt.
Hier finden Sie Gerätetypen mit Detailinformationen, Gebrauchsanweisungen, Herstellerangaben und regulatorische Daten. Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen: Community-Beiträge (von Einrichtungen und Dienstleistern) und direkt von Herstellern. Zukünftig wird es einen Button geben, um Änderungsvorschläge direkt aus der Oberfläche einzureichen. Sie können über einen Schalter filtern, ob nur Geräte aus Ihrem Bestand oder alle Katalogeinträge angezeigt werden.
Inventar trotzdem anlegen mit „Weiter ohne Gerätetyp" — wir erstellen den Katalogeintrag für Sie.
Wenn Sie das Typenschild hochladen und die Basisinformationen (Geräteart, Produktname, Hersteller) ausfüllen, legt unser Content-Team den Gerätetyp im Hintergrund an. Sie müssen nichts weiter tun. Bei Software-Medizinprodukten (z.B. digitale Medikation) ist das gleiche Verfahren: Melden Sie den Typ mit Hersteller, genauem Produktnamen und Softwareversion.
Der QR-Code ist Ihr Schnellzugang zu allen Informationen und Aktionen rund um das Gerät.
Scannen Sie den QR-Code mit einem beliebigen Smartphone, und Sie landen auf einer Landing Page mit: Gebrauchsanweisungen, Ihrem persönlichen Einweisungsstatus, der Möglichkeit eine Einweisung anzufordern oder zu dokumentieren (Ad-hoc-Einweisung), einer Störmeldungsfunktion, dem Medizinproduktebuch und dem nächsten Prüfdatum.
Sie können mehrere Geräte gleichzeitig bearbeiten — z.B. Abteilung, Standort oder Betriebsstatus ändern.
Wählen Sie mehrere Inventare per Checkbox aus und klicken Sie auf „Mehrfachänderung". Typische Anwendungsfälle: Geräte umziehen (neuer Standort), mehrere Geräte stilllegen oder einen Servicepartner zuordnen.
Unter den technischen Daten des Inventars können Sie die Software-/Firmware-Version eintragen.
Das ist besonders wichtig bei Anlage-1-Produkten: Wenn der Hersteller ein Firmware-Update einspielt und dadurch eine neue Einweisung erforderlich wird, müssen Sie das erkennen können. Fragen Sie nach jedem Software-Update Ihren Dienstleister oder Hersteller: „Ist eine neue Einweisung erforderlich?"
Gerätesysteme fassen ein Hauptgerät mit seinen Zusatzmodulen zusammen.
Beispiel: Ein Da Vinci Roboter mit Zusatzgeräten. Wenn Sie in der Inventarisierung ein Zusatzgerät dem Hauptgerät zuordnen („gehört zu"), können Sie bei der Einweisung das Gerätesystem auswählen — dann werden automatisch alle Zusatzgeräte mit in die Einweisung aufgenommen.
Anlage 1 = kritische Geräte mit hohem Anwendungsrisiko, Anlage 2 = geringeres Risiko.
Bei Anlage-1-Produkten (z.B. Beatmungsgeräte, Narkosegeräte, Laser) muss die Ersteinweisung durch den Hersteller erfolgen. Folgeeinweisungen dürfen nur von Personen durchgeführt werden, die eine Herstellereinweisung haben. Bei Anlage-2-Produkten kann jeder eingewiesene Anwender weitere Anwender einweisen (Schneeballprinzip). Selbsterklärende Geräte (ohne Gebrauchsanweisung) brauchen keine dokumentierte Einweisung — aber Achtung: Sobald eine Gebrauchsanweisung existiert, gilt das Gerät seit Februar 2025 nicht mehr als selbsterklärend.
Die Vorgabe des Anwendungsrisikos aus dem Katalog kann in der Einrichtung übersteuert werden. Öffne dazu das Gerät im Gerätekatalog, klicke unter Mehr auf Risikobewertung und wähle das passende Anwendungsrisiko – z. B. selbsterklärend. Diese Aktion erfordert das Recht Anwendungsrisiko verwalten in der Zugriffsverwaltung. In der Regel führt der/die Beauftragte für Medizinproduktesicherheit diese Änderung durch. Eine gesonderte Einweisung ist dafür nicht erforderlich.
Fragen zu Einweisungen
Drei Hauptformen: Herstellereinweisung, Anwendereinweisung und Ad-hoc-Einweisung.
- Herstellereinweisung: Der Hersteller oder sein Repräsentant weist ein — Pflicht bei Anlage-1-Produkten (kritische Geräte). Den externen Einweiser tragen Sie manuell mit Name und Firma ein.
- Anwendereinweisung: Ein bereits eingewiesener Mitarbeiter weist Kollegen ein. Bei Anlage-1-Produkten darf nur jemand mit Herstellereinweisung Anwendereinweisungen durchführen.
- Ad-hoc-Einweisung: Direkt vor dem Gerät per QR-Code — schnelle Dokumentation einer spontanen Anwendereinweisung, muss danach vom MP-Beauftragten genehmigt werden.
Unter Einweisungen > Neu — ein Assistent führt Sie in drei Schritten durch.
- Geräte auswählen: Aus dem Bestand, aus Gerätegruppen oder aus dem globalen Katalog (für Leih-/Demogeräte).
- Mitarbeiter auswählen: Aus der Mitarbeiterliste, aus Gruppen/Abteilungen, oder ad hoc neu anlegen.
- Einweiser und Art bestimmen: Anwender- oder Herstellereinweisung, Datum festlegen, digital unterschreiben oder Papierformular nutzen.
Digital ist schneller, sicherer und empfohlen.
Bei der digitalen Variante unterschreiben alle direkt auf Tablet oder Smartphone — die Einweisung wird sofort festgeschrieben, und Mitarbeiter ohne Unterschrift werden automatisch entfernt (kein „vergessene Unterschrift"-Problem). Die Papiervariante erzeugt ein PDF zum Ausdrucken. Nach der Einweisung muss das unterschriebene Formular wieder ins System gebracht werden (einscannen oder per Smartphone-Kamera abfotografieren via QR-Code auf dem Formular).
Der Mitarbeiter wird automatisch aus der Einweisung entfernt.
Wenn Sie abschließen und eine Unterschrift fehlt, warnt das System Sie. Wenn Sie fortfahren, wird der nicht-unterschriebene Teilnehmer automatisch entfernt. Die Einweisung wird nur für diejenigen festgeschrieben, die tatsächlich unterschrieben haben.
Nein — seit dem letzten Update ist es technisch nicht mehr möglich, sich selbst als Einweiser auszuwählen.
Personen, die in der Teilnehmerliste stehen, können nicht gleichzeitig als Einweiser gewählt werden. Das gilt für Anwender- und Herstellereinweisungen gleichermaßen.
Das System zeigt Ihnen an, wenn der gewählte Einweiser für bestimmte Geräte keine dokumentierte Qualifikation hat.
Wenn Sie z.B. drei Geräte ausgewählt haben und der Einweiser nur für eines eine Herstellereinweisung nachweisen kann, wird explizit angezeigt, welche Geräte betroffen sind. Sie können trotzdem fortfahren — die Verantwortung liegt bei Ihnen als MP-Beauftragtem. Tipp: Nutzen Sie den Schalter „Nur qualifizierte Einweiser anzeigen" im Auswahldialog.
Nach aktueller Rechtslage: Nein — ein reines Video ersetzt keine Einweisung durch eine physische Person.
Videos dürfen unterstützend eingesetzt werden (z.B. als Lernmaterial am Gerätetyp hinterlegt), aber laut Medizinprodukte-Betreiberverordnung muss eine Einweisung immer durch eine Person erfolgen, die Fragen beantworten kann. Sie können Herstellervideos als Content am Gerätetyp verlinken, müssen aber trotzdem einen Einweiser dokumentieren.
Einweisung erstellen, Datum in die Vergangenheit setzen, „Papierformular" aktivieren und Nachweis hochladen.
Wählen Sie Geräte und Mitarbeiter aus, tragen Sie das Original-Einweisungsdatum ein und aktivieren Sie „Mit Papierformular durchführen". Im nächsten Schritt können Sie das vorhandene Dokument als Nachweis hochladen — am schnellsten per Smartphone-Kamera direkt abfotografieren. Sie können auch mehrere Nachweisdokumente an einen Vorgang anhängen.
Ein Laufzettel ist eine Einweisungsform für einen einzelnen Mitarbeiter mit vielen Geräten — jeweils mit unterschiedlichen Einweisern und Daten.
Typischer Anwendungsfall: Ein neuer Mitarbeiter kommt auf die Station und muss auf 10+ Geräte eingewiesen werden, was über mehrere Tage verteilt geschieht. Der Laufzettel kann als Papier ausgedruckt oder digital über My Samedis Care abgearbeitet werden. Bei der digitalen Variante sieht der Mitarbeiter seinen Laufzettel in My Samedis Care, dokumentiert Stück für Stück die einzelnen Einweisungen und schließt ab — dann landet es zur Genehmigung beim MP-Beauftragten.
Die Einweisung bleibt als Vorgang erhalten, aber alle Statistiken und Nachweise werden zurückgesetzt.
Der Vorgang wird mit Status „ungültig" und Ihrer Begründung dokumentiert — er verschwindet also nicht, zählt aber nicht mehr in Übersichten und Nachweisen. Das Recht, Einweisungen ungültig zu erklären, kann über die Zugriffsverwaltung eingeschränkt werden.
QR-Code am Gerät scannen > „Einweisung dokumentieren" > Namen und Personalnummer eintragen > beide unterschreiben > fertig.
Die Ad-hoc-Einweisung ist für spontane Anwendereinweisungen direkt vor dem Gerät gedacht. Nach dem Speichern landet sie zur Genehmigung beim MP-Beauftragten. Erst nach dessen Bestätigung ist die Einweisung offiziell dokumentiert und erscheint in den Statistiken. Der MP-Beauftragte kann die Einweisung auch ablehnen.
Nur Mitarbeiter, die dokumentiert eingewiesen sind UND in My Samedis Care zugestimmt haben, als Einweiser sichtbar zu sein.
Das liegt am Datenschutz: Ein Mitarbeiter muss in My Samedis Care explizit die Schalter „Gibt Geräteeinweisungen" und „Verfügbar" aktivieren. Nur dann erscheint er in der Auswahlliste auf der Landing Page. Als MP-Beauftragter sehen Sie intern in Samedis Care natürlich immer alle Einweisungsstände.
Ihre persönlichen Arbeitslisten — Sie organisieren damit Geräte und Mitarbeiter für Ihren Verantwortungsbereich.
Sie können beliebig viele Gruppen anlegen und frei benennen — z.B. „Narkosegeräte", „Montags-Einweisungen", „Neue Mitarbeiter Q1", „Intensivstation Ärzte". Jede Gruppe enthält Geräte und/oder Mitarbeiter. Gruppen dienen als Filter in allen Übersichten und als Basis für die Einweisungsmatrix. Empfehlung: Erstellen Sie Kombinationsgruppen (Mitarbeiter + Geräte), dann haben Sie direkten Zugriff auf die Matrix.
Die Matrix zeigt auf einen Blick, wer auf welches Gerät eingewiesen ist — und wo Lücken bestehen.
Wählen Sie Ihre Gruppe aus und öffnen Sie die Matrix. Grün = Einweisung vorhanden (Anwender oder Hersteller), Rot = Einweisung fehlt, X = Gerät wird nicht verwendet. Klicken Sie auf einen Eintrag, um direkt zur Einweisungsdokumentation zu springen. Tipp: Nutzen Sie den Filter „Nur fehlende Einweisungen anzeigen", um sich auf offene Lücken zu konzentrieren. Direkt aus der Matrix heraus können Sie neue Einweisungen erstellen — die fehlenden Geräte und Mitarbeiter werden automatisch vorausgewählt.
Jedes Symbol hat eine klare Bedeutung — die Legende finden Sie unten rechts in der Matrix.
- Grün (Häkchen): Anwendereinweisung vorhanden
- Dunkelgrün: Herstellereinweisung vorhanden
- Rot (Ausrufezeichen): Einweisung fehlt — Handlungsbedarf
- X: Mitarbeiter verwendet das Gerät nicht (manuell markiert)
- Minus (–): Mitarbeiter ist für dieses Gerät in keiner Einweisungsgruppe zugeordnet
- Gelbes Fragezeichen: Widerspruch — in einer Gruppe als „nicht verwendet" markiert, in einer anderen Gruppe aber zugeordnet
- „Nicht zugewiesen": In der gruppenübergreifenden Matrix — Mitarbeiter ist in keiner Gruppe diesem Gerät zugeordnet
Ja — in der Mitarbeiterübersicht und beim Einweiser-Auswahldialog.
In der Mitarbeiterübersicht können Sie die Spalte „Einweisungsart" einblenden und nach „vom Hersteller eingewiesen" filtern. So finden Sie schnell heraus, wer für ein bestimmtes Gerät als Einweiser qualifiziert ist. Das Ergebnis können Sie auch nach Excel exportieren.
In der Matrixübersicht: Klicken Sie auf die Lupe und suchen Sie nach dem Gerätetyp oder Mitarbeiternamen.
Bei den Gerätegruppen zeigt Ihnen die Suche, in welchen Gruppen ein bestimmter Gerätetyp enthalten ist. Bei den Mitarbeitergruppen analog: Suchen Sie nach einem Namen und sehen Sie, welchen Gruppen der Mitarbeiter zugeordnet ist.
Eingeschränkt — die Matrix ist für Desktop/Tablet optimiert, auf dem Smartphone muss viel gescrollt werden.
Eine mobiloptimierte Matrixansicht gibt es aktuell noch nicht. Für unterwegs empfehlen wir, die Matrix auf einem Tablet oder Laptop zu nutzen.
Ja — über My Samedis Care kann er seine Einweisungen mit Ihrer Einrichtung teilen.
Der Mitarbeiter wählt in My Samedis Care die Zieleinrichtung aus und teilt seine Einweisungen. Bei Ihnen landen diese als „geteilte Einweisungen" zur Genehmigung. Sie können für jedes Gerät einzeln entscheiden, ob Sie die Einweisung akzeptieren oder eine neue Einweisung verlangen. Das System schlägt automatisch nur Geräte vor, die tatsächlich in Ihrem Bestand sind.
Ja — der My Samedis Care Account ist unabhängig von der Einrichtung.
Alle Einweisungen, die in Samedis Care dokumentiert wurden, sind automatisch auch in My Samedis Care gespeichert. Bei einem Arbeitgeberwechsel behält der Mitarbeiter seinen kompletten digitalen Gerätepass. Mit der Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse kann er auch dann auf sein Konto zugreifen, wenn die alte Geschäfts-E-Mail nicht mehr funktioniert.
Fragen zu Mitarbeitern
Unter Kontakte > Mitarbeiter > Neu — Minimum: Vorname, Nachname und Eintrittsdatum.
Optional können Sie Personalnummer, E-Mail-Adresse, Abteilung und Position erfassen. Die Personalnummer ist wichtig für den Abgleich mit HR-Schnittstellen, um Dubletten zu vermeiden. Tipp: Wenn Sie die Personalnummer nicht kennen, legen Sie den Mitarbeiter trotzdem an — das kann später korrigiert werden.
Genauso anlegen wie Festangestellte — die brauchen auch Einweisungsnachweise.
Zeitarbeiter werden in der Regel nicht über die HR-Schnittstelle angelegt. Daher müssen Sie sie manuell erfassen. Das geht auch direkt aus dem Einweisungsdialog heraus (Ad-hoc-Anlage). Empfehlung: Weisen Sie Leihpersonal auf My Samedis Care hin — dort können sie ihren digitalen Gerätepass mitbringen und Einweisungen mit Ihrer Einrichtung teilen.
Dann fehlt Ihnen die Schreibberechtigung für die Mitarbeiterverwaltung.
Wenden Sie sich an Ihren Applikationsbetreuer, damit er Ihnen in der Zugriffsverwaltung das entsprechende Recht einräumt. Alternativ können Sie Mitarbeiter auch direkt aus dem Einweisungsdialog heraus anlegen — dafür brauchen Sie nur die Berechtigung zur Einweisungsdokumentation.
Mitarbeiter zusammenführen: Datensatz öffnen > Mehr > Zusammenführen.
Wählen Sie den Zieldatensatz aus, und alle Einweisungen, Gruppenmitgliedschaften und Zuordnungen werden automatisch auf den Zieldatensatz übertragen. Achtung: Das ist nicht rückgängig machbar — prüfen Sie vorher, ob es wirklich dieselbe Person ist.
Austrittsdatum setzen — nicht löschen!
Das Austrittsdatum sorgt dafür, dass der Mitarbeiter aus den Einweisungsstatistiken herausfällt und in der Matrix nicht mehr als einweisungspflichtig erscheint. Die Einweisungsdokumentation bleibt vollständig erhalten. Bei temporärer Abwesenheit (Elternzeit, Sabbatical): Ebenfalls Austrittsdatum setzen, bei Rückkehr das Austrittsdatum entfernen und neues Eintrittsdatum setzen. Eine Ein-/Austrittshistorie müssen Sie nicht führen — das wird im Hintergrund automatisch protokolliert.
Eine öffentliche Übersicht aller Mitarbeiter, die bestimmten Positionen zugeordnet sind.
Unter Einrichtung > Positionen legen Sie Rollen an (z.B. „MP-Beauftragter", „Applikationsbetreuer") und bestimmen, ob diese im Verzeichnis sichtbar sind. Mitarbeiter mit diesen Positionen erscheinen dann im Verzeichnis — sichtbar für alle Nutzer der Einrichtung und in My Samedis Care. So weiß jeder, an wen er sich wenden kann.
Fragen zu Instandhaltung & Berichten
QR-Code am Gerät scannen > Störmeldung > Text eingeben oder Foto/Video aufnehmen > Absenden.
Die Meldung landet beim zuständigen Bearbeiter (interner Techniker oder externer Dienstleister). Der Vorteil: Das System weiß automatisch, um welches Gerät es geht und wer die Meldung gemacht hat. Videos sind besonders hilfreich — z.B. bei ungewöhnlichen Geräuschen.
Ja — direkt aus einer Reparaturmaßnahme heraus.
Wählen Sie den Kontakt als Empfänger aus, passen Sie den automatisch generierten Text bei Bedarf an, hängen Sie Fotos an und senden Sie ab. Das System erzeugt eine E-Mail mit allen Inventar- und Maßnahmeninformationen. Antworten des Dienstleisters gehen direkt an den Mitarbeiter, der die Maßnahme erstellt hat — nicht an Samedis.
Zentrale Meldungen über Probleme mit Medizinprodukten — z.B. BfArM-Meldungen oder Hersteller-Rückrufe.
Samedis Care prüft automatisch, ob betroffene Gerätetypen in Ihrem Bestand sind, und erstellt bei Bedarf eine Sicherheitsmaßnahme. Sie werden benachrichtigt und können die Maßnahme bearbeiten, dokumentieren und abschließen. Das ist wichtig für Ihr Risikomanagement — bei Begehungen müssen Sie nachweisen, dass Sie sich um Sicherheitsmeldungen gekümmert haben.
Zwei Wege: My Samedis Care (digital) oder Mitarbeiterverwaltung > Einweisungen (PDF-Bericht).
Der Bericht enthält alle dokumentierten Einweisungen mit Datum, Gerätetyp, Einweiser und — bei digitaler Dokumentation — die Unterschriften. Bei Papier-Einweisungen steht nur die Vorgangsnummer als Referenz. Diesen Bericht kann jeder Mitarbeiter auch selbst über My Samedis Care einsehen.
Ja — in jeder Liste und Matrix gibt es einen Export-Button.
Der Export wird im Hintergrund erstellt und über die Glocke (Benachrichtigung) bereitgestellt. Bei der Matrix werden die Farben als Zell-Hintergrundfarben übernommen (nicht als Schriftfarbe). Der Export enthält auch die Information, welche Filter gesetzt waren.
Die offizielle Liste aller aktiven Medizintechnikgeräte — das, was bei einer Begehung vorgezeigt wird.
Nicht-medizintechnische Geräte (Computer, Drucker etc.) tauchen dort nicht auf, wenn Sie den Haken „Kein medizintechnisches Gerät" gesetzt haben. Zusätzlich gibt es den Prüfbericht (letzte und nächste Prüfung pro Gerät) und das Medizinproduktebuch (komplette Historie eines einzelnen Geräts).
Klicken Sie auf „Zurücksetzen" — das entfernt alle Filter, Sortierungen und Spaltenanpassungen auf einen Schlag.
Alle Listen merken sich Ihre Einstellungen (Filter, Sortierung, Spalten) auf dem jeweiligen Endgerät. Wenn Sie Daten vermissen, ist meist ein vergessener Filter die Ursache. Gelb markierte Filter-Felder zeigen an, dass ein Filter aktiv ist. Sie können Filter auch einzeln zurücksetzen.